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Labyrinth der Träume

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Thriller, Japan 1997, 86 min, schwarzweiß

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Inhalt:

In einem abgeschiedenen Landstrich in der Nähe einer japanischen Großstadt arbeitet Tomiko als Fahrbegleiterin bei einer Busgesellschaft. Sie findet ihr Leben eintönig und langweilig. Eines Tages tritt ein neuer Mitarbeiter in die Firma ein, der Busfahrer Niitaka, dem sie als Schaffnerin zugeteilt wird. Während ihre Kolleginnen von dem netten jungen Mann begeistert sind, hegt Tomiko von Anfang an einen schlimmen Verdacht gegen ihn. Der Grund dafür ist das Schicksal ihrer besten Freundin. Diese hat ebenfalls als Schaffnerin mit Niitaka zusammengearbeitet und kam bei einem mysteriösen Verkehrsunfall ums Leben, kurz nachdem sie sich mit dem Busfahrer verlobt hatte. Und es war Niitaka, der damals am Steuer saß. Etwa zur gleichen Zeit kommen Tomiko Gerüchte zu Ohren. Es wird von einem jungen Busfahrer gemunkelt, der seine Schaffnerinnen nach Feierabend einlädt, ihnen Heiratsanträge macht und sie, eine nach der anderen, auf seinen Fahrten umbringt. Tomiko beobachtet Niitaka sehr genau und schwört sich, den Tod ihrer Freundin zu rächen. Doch natürlich bleibt ihr auffälliges Interesse an dem geheimnisumwitterten Chauffeur nicht unbemerkt.

In den 70er und 80er Jahren galt Regisseur Sogo Ishii als Enfant terrible der damaligen neuen Welle im japanischen Kino. Mit kleinen schmutzigen Super-8-Produktionen schockierte er das Kinopublikum. In Koko dai panikku (1976) wird ein rebellischer Jugendlicher gewalttätig, die Motorradkult-Parabel Kuruizaki sanda rondo (1980) prangert rechte Gewalt und das kaiserliche System seines Heimatlandes an und Bakuretsu toshi (1982) zeichnet die postapokalyptische Vision einer Rock 'n' Roll-Revolution. Mit seinem großen Durchbruch Gyakufunsha kazoku (1984), der unter dem Titel Die Familie mit dem umgekehrtem Düsenantrieb auch mit großem Erfolg im deutschen Kino lief, zielte er mitten ins Herz der japanischen Industriegesellschaft. In den 90er Jahren ist Sogo Ishii vom filmenden extrovertierten Rebellen zum kinematografischen introvertierten Meister gereift. In ernsten, fast stillen Werken wie dem Psychothriller Enjuro dasuto (1994) oder Mizu no naka no hachigatsu (1995), in dem eine junge Frau angstvoll ihre paranormalen Fähigkeiten entdeckt, erforscht der Regisseur die Tiefen und die Abgründe der menschlichen Seele. Der mysteriöse Thriller Labyrinth der Träume zeichnet sich durch eine strenge Erzählstruktur, brillante Schwarz-Weiß-Fotografie und eine stark zurückgenommene Spielweise der Schauspieler aus und hatte 1997 auf der Berlinale großen Erfolg bei Kritik und Publikum. (Text: arte)


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Film-Daten

   
Titel: Labyrinth der Träume
Originaltitel: Yume no ginga
   
  Thriller, Japan 1997, 86 min, schwarzweiß
   
Regie: Sogo Ishii
Buch: Sogo Ishii
Kamera: Norimichi Kasamatsu
Musik: Hiroyuki Onodera
Produzenten: Yasuhiro Ito, Kenichi Kamata, Satoshi Kanno, Atsuyuki Shimoda
Darsteller: Rena Komine (Tomiko), Tadanobu Asano (Niitaka), Tomoko Kurotani (Tyuyako), Kotomi Kyono (Chieko), Kirika Mano (Aiko)
   
Sendedaten: Mittwoch, 02.04.2003, 22:45 - 00:15, arte
  Montag, 07.04.2003, 17:30 - 19:00, arte
  Donnerstag, 10.04.2003, 01:20 - 02:55, arte (war angekündigt, fiel aber aus)
  Montag, 25.10.2004, 01:45 - 03:15, arte

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